Achtsamkeit & Natur

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Achtsamkeit

„Achtsamkeit lehrt uns, vom Aktions- in den Seinsmodus zu wechseln, …innere Ruhe und Selbstakzeptanz zu pflegen und vertraute Probleme in neuem Licht zu sehen.“

(Jon Kabat Zinn)

„Der Mensch ist eigentlich ein Naturwesen, das untrennbar mit der Natur verbunden ist.“

(Clemens G.Arvey)

Achtsamkeit ist eine besondere Art der Aufmerksamkeit, eine innere Grundhaltung der Gelassenheit und des Gewahrseins im Hier und Jetzt. Die 7 Grundsätze der Achtsamkeit stammen aus der buddhistischen Lehre und wurden bereits vor 2000 Jahren praktiziert:

  1. Nicht beurteilen                                     
  2. Geduld
  3. Anfängergeist
  4. Vertrauen
  5. Nicht streben
  6. Akzeptanz
  7. Loslassen

Ziel ist es frei von Gewohnheiten und Vorurteilen zu denken und zu handeln. Dies ermöglicht es, ganz neue Entscheidungen zu treffen und mit Problemen sehr viel kompetenter umzugehen. Achtsamkeit verhilft zu einer inneren Einstellung der liebevollen Wertfreiheit nach außen hin und sich selbst gegenüber. Alle Geschehnisse und Emotionen werden ohne sie zu beurteilen und in ein vorgefertigtes Raster zu stecken wahr genommen. Achtsamkeit hilft ohne Stress zu leben und in Situationen besonderer Beanspruchung gelassen zu bleiben.

Gedankengebäude erkennen

Wir Menschen denken täglich unendlich viele Gedanken. Sobald wir irgendetwas tun entsteht ein ganzes „Gedankengebäude“ , das von unseren inneren Glaubenssätzen und Überzeugungen, die wir unser Leben über gesammelt haben, beeinflusst wird. Oftmals sind diese Gedankengänge latent gegen uns selbst gerichtet oder mit Argwohn oder Vorurteilen gegen andere gefüllt. Sie beeinflussen uns negativ in unserer so essentiellen Selbstliebe und Nächstenliebe. Und: Gedanken steuern unser Handeln, unser ganzes Leben. Unbewusst verwechseln wir unsere Gedanken-konstrukte mit der Realität und leiden selbst darunter. Sicherlich sollen wir nicht aufhören zu denken, jedoch fähig sein zu erkennen, wann ein Gedankengang der Realität entspricht oder nur unser eigenes Konstrukt ist.

In der Praxis der Achtsamkeit kann man lernen, eigene Gedankengebäude wahr zu nehmen, sich von Ihnen zu lösen und ganzheitlich zur Ruhe zu kommen.

Achtsamkeit ermöglicht ein Leben im Hier und Jetzt, ein Ankommen und ruhen im absichtslosen So-Sein.

Jeder Mensch, der offen ist für Veränderung, kann die achtsame Haltung einnehmen. Dabei hilft uns die Meditation, spezielle Achtsamkeitsübungen und Einsicht.

Achtsamkeit in der Kommunikation und im Zusammenleben im sozialen Umfeld ist die Basis für eine respektvollen, liebevollen Umgang zwischen den Menschen. Eine achtsame Haltung dient dazu Konflikte mit anderen zu vermeiden bzw. zu klären und in Frieden zu leben.

Achtsames Naturerleben

Natur zu erleben und zu ihr mit allen Sinnen in Kontakt zu treten ist ein natürliches Bedürfnis und eine Ur-Erfahrung. Die Haltung der Achtsamkeit ist dabei besonders gut zu erlernen. Sie ermöglicht einen liebevollen Umgang mit sich und der Welt.

Wenn wir z.B. bei einem Spaziergang in die Natur eintreten, lassen wir automatisch los und fühlen uns freier. Dies unterstützt uns dabei, Einsicht für Achtsamkeit zu entwickeln.